In diesem Kurs gibt es keine Themenvorgabe und keine Eingrenzung durch Begriffe wie abstrakt oder gegenständlich.
Die Wiedergabe von sichtbaren Dingen kann ebenso zum Bildanlass werden, wie eine freie Bilderfindung.
Es geht vielmehr um verschiedene Techniken sowie innere und äußere Strukturen von Zeichnung, die sich aus dem Arbeiten selbst entwickeln.
Experimentelles Erforschen des Materials, der Bildfläche und der freien Formen führen immer tiefer in den Zeichenwald hinein. Vielfältigkeit der Mittel ist erwünscht, da eine unterschiedliche Materialität auch immer zu speziellen Ergebnissen beiträgt und künstlerische Prozesse anregt und fördert.
Der Kurs setzt sich intensiv und gleichzeitig spielerisch mit dem
Zeichnen auseinander.
Aufbauend auf Kompositionsübungen sowie auf dem experimentellen
Erforschen von Material, Oberfläche und Struktur wird die Zeichnung
selbst zum Thema der Zeichnung.
Neben der freien Arbeit wird anhand von Aufgabenstellungen - unterstützt
durch raumbezogene Installationen - gezeichnet.
Das gemeinsame Erarbeiten und Erweitern zeichnerischer Konzepte
wird angestrebt, so dass dieser Kurs auch als eine Ergänzung
zu den angebotenen Kursen zur Mappenvorbereitung
(Kommunikationsdesign, Modedesign, Freie Kunst) belegt werden
kann.
Ein zeitgemäßer Einsatz des Mediums Zeichnung versucht,
auf die uns umgebende "mediale Wirklichkeit" zu reagieren:
Kurzlebigkeit, Überblendungen, virtuelle Welten sind in diesem
Zusammenhang Stichworte, die in der Kombination von künstlerischen
Darstellungstechniken zu einem Bild zusammengebaut werden können.
Auf diese Weise kann eine differenzierte und vielschichtige Auseinandersetzung
bezüglich des gewählten Themas zum Ausdruck gebracht werden.
Die Einbeziehung von Drucktechniken (z. B. Monotypie) und
anderer bildnerischer Mittel wie Collage und Malerei
erweitert das Medium Zeichnung zu einem universellen Ausdrucksmittel.